Ich habe mir vor 2 Wochen den Versenk-Regner Gardena AquaContour automatic als Komplett-Set bestellt. Der Hintergrund der nicht ganz billigen Aktion ist der, dass unser Gartenstück hinter und neben dem Haus verläuft. Der Gardena AquaContour beregnet ein mit bis zu 50 Eckpunkten definiertes individuelles Gartenareal. Dabei dreht er sich um bis zu 360 Grad. Die einzelnen Punkte sind von ca. 2,50 m bis ca. 11 m (wasserdruckabhängig) einstellbar. Er fährt bei Wasserdruck automatisch aus dem Boden und danach wieder dorthin zurück. Dadurch erfüllt er genau meine Anforderungen und kann sogar mit meinem Rasenmäher bedenkenlos überfahren werden.

Ich hatte mich schon im Vorhinein auf www.gardena.de und in Online-Foren sowie z.B. Amazon-Bewertungen schlau gelesen und mich informiert. Dort stand unter anderem, dass der AquaContour automatic schlecht einzustellen sei. Nichtsdestotrotz wurde der Versenk-Regner (welchen ich übrigens als Superschnäppchen bei www.shoppingkoenig.de gefunden habe) kurz vor dem letzten Wochenende geliefert und ich konnte ihn in aller Ruhe am Samstag installieren.

Installation:

  • Zu allererst habe ich einen Trockenlauf (lol) über dem Rasen durchgeführt um sicher zu gehen, dass der Regner auch wirklich alle Ecken erreicht. Hierbei musste ich allerdings schon feststellen, dass die „Programmierung“ der Eckpunkte ein reines Desaster ist. Schon die Einstellung der Beregnungssektoren (können von 25-360 Grad eingestellt werden um keine ungewollten Flächen zu beregnen) sind so ungenau, dass man schon einige Versuche benötigt, um den richtigen Winkel zu treffen.
  • Der Regner dreht sich im Betrieb langsam um seine eigene Achse und beregnet so den gesamten eingestellten Beregnungssektoren. Leider dreht sich der Regner auch im Einstellbetrieb. In der Anleitung heißt es „Düsenkopf am orangen Ring von Hand auf den nächsten Beregnungspunkt drehen und festhalten“. Da sich der Regner aber die ganze Zeit dreht sieht man sich gezwungen immer wieder die Rasterung zurückzudrehen, um den Punkt konstant zu halten. Dabei soll man dann die Wurfweite für diesen Punkt  per Plus-Minus-Tasten einstellen.
  • Hierbei ergibt sich das nächste Problem. Nicht nur die Rasterung der 50 Eckpunkte, sondern auch die Einstellungsgenauigkeit der Wurfweiten lässt zu wünschen übrig. Ich hätte mir ein kleines Display gewünscht, wo mindestens die aktuelle Wurfweite in einer Min-Max-Grafik oder Zahlenoptik abzulesen ist. Und wenn wir gleich dabei sind auch eine Anzeige des Beregnungspunktes 1-50. Aber das soll der Benutzer alles intuitiv wahrnehmen 🙁 – Aber um das Alles noch ein wenig zu erschweren, kann man im Nachhinein keinen Beregnungspunkt mehr korrigieren, sondern darf die gesamte Prozedur im Falle eines Fehlers von Punkt eins wieder beginnen.
  • Nach etlichen Versuchen und einem sumpfartigen Rasen (während der gesamten Einstellzeit läuft ja schließlich das Wasser) habe ich es dann geschafft, meine Rasenfläche konturgenau beregnen zu lassen. Als nächstes ging es also ums Versenken des Versenk-Regners.
  • Da es sich aber hier um einen Versenkregner handelt, musste ich natürlich den Rasen von unserem Wasseranschluss bis zum Einbaupunkt erst einmal sauber ausstechen, um die Anschlussdose, den Schlauch und natürlich den Regner selbst sauber und unsichtbar (auf jeden Fall der Schlauch ist unsichtbar) zu verbuddeln. Das war im Gegensatz zum Einstellvorgang die leichtere und bei weitem schneller zu erledigende Aktion.
  • Nach der Installation und der sauberen Wiedereinsetzung der einzelnen Rasenkeile war natürlich noch eine Nachkorrigierung der Beregnungssektoren und der Wurfweiten nötig.

Fazit:

Man mag es nicht glauben, aber ich bin mit dem (eingestellten und installierten) Gardena AquaContour vollauf zufrieden. Man darf bei der ganzen Installationsorgie und der wirklich schlecht gelösten Einstelltortur nicht vergessen, dass das Gerät danach (hoffentlich) ja so gut wie nie mehr angefasst werden muss. Der Regner bewässert nun so wie es seinen soll neben und hinter meinem Haus den Rasen und das Grundstücksgrenzengenau.