Heute möchte ich einmal meine Dreambox DM 800 vorstellen. Ich habe die Box vor ca. einem Jahr gleichzeitig mit meinem Plasma-TV TH 50PZ80EA von Panasonic gekauft. Das war notwendig, da der Panasonic Full-HD unterstützt und ich somit natürlich auch einen HD-Fähigen Sat-Receiver brauchte. Meine alte d-Box II von Nokia wurde also erst einmal ausrangiert.

Ich möchte hier keine detailierte Produktbeschreibung anbieten, da Ihr diese besser lückenlos unter www.dream-multimedia-tv.de nachlesen könnt. Auch möchte ich hier nicht näher auf die einzelnen Software-Images wie Gemini2-Project und der gleichen eingehen, welche man normalerweise auf der Box installiert. Das würde wohl auch zu weit gehen und es gibt genug Stoff hierrüber in den diversen Dreambox-Foren (z.B. www.i-have-a-dreambox.com).

Der Zweck meines Berichtes läuft eher darauf hinaus euch meine Erfahrung mit der Box mitzuteilen und euch ggf. eure Kaufentscheidung einfacher zu machen.

Beschreibung:

Ich habe mir damals bei der Box direkt eine 2,5 ” SATA-Festplatte von Western Digital geholt und diese selbst eingebaut. Der Platz dafür reicht bei der kompakten Bauweise der DM 800 gerade mal so aus. Sogar das SATA-Kabel muss geschickt gedreht und fast schon gequetscht werden, damit die Platte hineinpasst. Aber sie passt und tut seitdem ordentlich ihre Dienste. Timeshift und timergestützte Aufnahmen sind jetzt kein Problem mehr. Leider gibt es hier direkt ein kleines (für mich aber nicht wichtiges) Problem. Eigentlich ist es auch möglich eine externe Festplatte per SATA anzuschließen, nur leider handelt es sich hierbei um eine xOr-Anschlussvariante. Soll heißen, dass man entweder eine interne Platte oder eine externe Platte anschließen kann. Ein dualer Betrieb beider Platten ist leider nicht möglich.

Die dm 800 besitzt im übrigen  (nur) einen 300 MHz Prozessor ohne integriertem DivX-Hardware Encoder. Dadurch unterstütz die Box keine Formate wie z.B. DivX/xVid . Die Formate TS, VOB, image etc. kann die Box aber Problemlos und auch inkl. Menüunterstützung (z.B. bei VOB-Dateien).

Das die Box nicht alle Format kann hat mich am Anfang ein wenig genervt, aber seit Weihnachten habe ich für alle meine Film-Formate die Asus O!Play-Streaming-Box HDP-R1. Also alles im Lot ;) .

Auf alle Plugins und Möglichkeiten (es gibt fast unendlich Viele) kann und will ich hier nicht eingehen, aber z.B. könnt Ihr ein VLC-Plugin installieren und dann über den PC die Mediathek streamen, oder ich kann das TV-Bild der dreambox auf das LCD-Display meiner Tastatur streamen.

Zu den Images und gerade zu meinem Gemini2-Project-Image, kann ich fast nur positives sagen, bis auf die Tatsache, dass es immer noch Probleme beim Zurückspulen von aufgenommenen Filmen und leider keine Update-Funktion gibt. Das bedeutet, dass bei einem neuen Image-Release immer wieder das komplette Image geflasht werden muss. Danach müssen alle Plugins und Einstellungen wieder zurückgespielt (wenn vorher gesichert), oder neu vorgenommen/installiert werden.

Bildqualität:
Im Moment habe ich das aktuelle Gemini2-Project Image in der Version 4.60 installiert. Wie ich gehört habe ist gerade die Bildqualität des digitalen Sat-Bildes  von der eingesetzten Software und den dort enthaltenden Treibern abhängig. Bei dieser Gemini2-Project-Version wurde gerade dieser Punkt noch einmal verbessert und ich muss sagen, dass das Bild einfach nur Top ist. Eine schlechte Bildqualität würde sich auf meinem 127 cm Plasma sofort bemerkbar machen.

Fazit:
Die Dreambox dm 800 ist trotz dem hohen Preis eine geniale Investition. Hierbei entscheiden hauptsächlich das perfekte Sat-Bild, die super schnellen Umschaltzeiten und die dank der Linux-Unterstützung  und den erhältlichen Plugins (fast) unendliche Flexibilität. Man sollte allerdings schon eine kleine Frickler-Natur sein, um das System optimal zu nutzen.

Vorteile:

  • top Bildqualität bei digitalem Sat (DVB-S)
  • kompakte Bauform
  • HD-Empfang
  • durch alle nur denkbaren Plugins erweiterbar
    (z.B. Mediathek über ein VLC-Plugin vom PC streamen)
  • schnelle Umschaltzeiten (merklich schneller als bei meiner d-Box II von Nokia)
  • intuitive Bedienung
  • nutzbar als digitaler Videorekorder  (bei eingebuater Festplatte)

Nachteile:

  • extrem hoher Preis (ca. 399 ohne Festplatte)
  • interne und externe SATA-Anschlüsse nicht dual nutzbar
  • Start-/Bootzeit dauerzt viel zu lange
  • fehlender Hardware DivX-Encoder bei (nur) 300 MHz  – dadurch keine Unterstützung für DivX/xVid usw.
  • fehlender Netzschalter
  • Gemini2-Project: Softwareprobleme beim Zurückspulen von Aufnahmen
  • Gemini2-Project: kein auto-update – neue Images müssen immer komplett eingespielt werden


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