Ich als Blogger und Affiliate Betreiber möchte Euch heute einmal einen Tipp in eigener Sache geben.

Vielleicht habt Ihr auch einen Blog, welcher in irgendeiner Weise Umsatz generiert und sei es auch nur über Google AdSense Werbung. Viele kleine Blog-Betreiber und Affiliate-Nutzer wissen es noch gar nicht, aber schon die Absicht regelmäßig Gewinn zu erzielen, und sei er auch noch so niedrig, verpflichtet rechtlich dazu ein Gewerbe hierfür anzumelden.


Der Große Irrtum

Jetzt werden einige natürlich sagen: „meine AdSense, oder sonstigen Einnahmen des Blogs oder der Affiliate-Seite sollen nur meine Verluste decken indem ich mit den Einnahmen die Server-Miete und sonstige Kosten begleiche. Somit habe ich auch keine Gewinnabsicht.“ Viele Betreiber von Euch (wie ich auch zu Beginn 😆 ) schreiben dann in das Impressum der entsprechenden Seite: „Dieses ist eine rein private Internetseite und verfolgt keinerlei gewerbliche Ziele.“


Ernüchterung durch den Gesetzgeber

Aber weit gefehlt, diese Aussagen sind definitiv falsch und die Vorgehensweise und die Erklärungversuche auf jedem Fall inkompatibel zum geltendem Recht. Wiki schreibt zwar zum Stichwort Gewerbe folgendes

In der Rechtsprechung hat sich folgende Definition durchgesetzt: Ein Gewerbe ist jede erlaubte, selbständige, nach außen erkennbare Tätigkeit, die planmäßig, für eine gewisse Dauer und zum Zwecke der Gewinnerzielung ausgeübt wird und kein „freier Beruf“ ist.

und man könnte das Wort Gewinnerzielung hier sicherlich auch verstehen wie im Abschnitt „Der Große Irrtum“ beschrieben, aber für das Finanzamt ist es nun mal irrelevant, ob Ihr mit euren Google AdSense Werbungen nur 1 EUR oder gar 1000 EUR im Monat an Umsatz generiert. Fakt ist nun mal, dass, sobald solch eine Werbung geschaltet wird, oder eine Affilate-Kampange gestartet wird, Ihr auch eine Gewinnerzielungsabsicht habt da Ihr ja gar nicht sagen könnt wie viel Ihr am Ende einnehmen werdet.

Woher soll das Finanzamt auch wissen wie viel Du einerseits beabsichtigst einzunehmen und wie viel Du tatsächlich einnimmst. Erst am Ende des Jahres wird das Finanzamt Dir Deine gesamte Steuerlast mitteilen können und Dir dann entsprechend Deiner Einnahmen Steuern abknöpfen oder nicht. Nicht umsonst schreibt Affilinet ja auch in seine Abrechnungen

Bitte beachten Sie, dass Werbeeinnahmen einkommenssteuerpflichtig sind.

Wie sähe auch die (Steuer- und Gewerbe-)Welt aus, wenn jeder Gewerbetreibende von sich aus erst einmal bestimmen könnte, ob er denn nun genug Gewinn abwirft um Steuerlastig zu werden oder nicht. So geht es halt nicht. Dafür gibt es das Finanzamt.

Also seit Ihr erst einmal im Sinne des Finanzamtes Gewinnorientiert und somit auch, falls Ihr den Freibetrag von z.Zt. 24.500 EUR überschreitet, Gewerbesteuerpflichtig . Grob gesehen ist übrigens auch jeder private ebay-Nutzer, welcher regelmäßig private Sachen bei ebay verhökert mit einer wie auch immer gearteten Gewinnabsicht dabei und auch theoretisch dazu verpflichtet ein Gewerbe zu führen.

Jetzt gibt es natürlich noch die Leute, welche versuchen dem einfach durch Nichtauskunft der Einnahmen bei der Steuerklärung zu entgehen. Aber hier seien nur einmal Google selbst und auch die Affiliate-Anbieter und deren bannerschaltenden Partner den Advertiser erwähnt. Wenn dort einmal eine Steuerprüfung kommt und Ihr erscheint in den Auszahlungs-Daten, dann seid Ihr halt daran.

Wenn Ihr dann noch das ganze vielleicht ein paar Jahre betrieben habt, kann durchaus eine mehrere Hundert Euro hohe Strafe und mehr auf Euch zu kommen. Nachbarn, angebliche Freunde und manchmal sogar die eigene Verwandtschaft sind auch nicht zu unterschätzen. Neider gibt es überall und wer Euch am Ende angeschwärzt hat werdet Ihr vielleicht gar nicht mitbekommen.


Die Gewerbeanmeldung

Um  also auf der sicheren Seite zu sein habe ich, da die Stadt Recklinghausen die Online-Gewerbeanmeldung unterstützt,  direkt unter www.migewa-online.de erst einmal mein Gewerbe angemeldet . Ich glaube es kostet einmalig so um die 20-30 Eur, aber die kann man sicherlich am Anfang einmal investieren und natürlich auch wieder von der Steuer absetzen 😉 . Sobald meine  Anmeldung durch ist, werde ich auch meine Impressen updaten und auf den aktuellen steuerrechtlichen Stand bringen.


Nachtrag zu Google AdSenses Auzahlungen

Zum Thema, Google AdSense und die Mehrwertsteuer hat übrigens Madeleine Didra in ihrem Blog einen sehr erklärenden Artikel geschreiben.


Umfrage

Hast Du ein Gewerbe angemeldet

View Results

Loading ... Loading …