Erfahrungsbericht: Universalfernbedienung Logitech Harmony One
Mrz 3Ich möchte euch heute einmal meine Erfahrungen mit der Harmony One von Logitech mitteilen. Da ich nun wirklich etliche einzelne Fernbedienungen hatte musste ich dafür quasi eine Lösung finden. Ich habe mich lange umgeschaut und bin am Ende bei einer Universalfernbedienung von Logitech (mal wieder
) hängen geblieben.
Das ganze spielte sich vor ca. 1 Jahr ab. Der Grund war die damalige Neuanschaffung meines 50 Zoll Panasonic TH50PZ80-EA Plasma-TVs zusammen mit der Dreambox DM 800. Inkl. dieser beiden wirklich perfekten Geräte hatte ich also nun die folgenden Fernbedienungen.
- TV
- TV-Receiver
- Audio-Receiver
- DVD-Player
- Video-VHS-Player (bitte nicht lachen)
Also musste eine Universalfernbedienung her um der Flut an Infrarot-Helfern einhalt zu gebieten. Aber warum berichte ich euch das jetzt erst … nach einem Jahr. Ganz einfach. Jetzt nach einem Jahr habe ich genug Erfahrungen mit der Harmony One gesammelt um euch genau zu briefen. Ich werde hier wie üblich nicht alle Funktionen und Spezifikationen des Produktes aufführen. Hier verweise ich lieber auf die Amazon Produktbeschreibung oder auf die Logitech-Homepage.
Der Ersteindruck
Wie ich es von Logitech-Produkten gewohnt bin hat es mich echt damals umgehauen. Die Harmony One hat zumindest für mich das ultimative Design für eine Fernbedienung. Sie ist in einer gewissen Art schlicht, aber dennoch unheimlich elegant. Dazu kommt, dass die Verarbeitung und die auch natürlich daraus resultierende Haptik in perfekter Symbiose harmonieren. Ich weiß, dass liest sich ein wenig übertrieben, aber geht in einen Laden und haltet das Ding mal in der Hand. einfach grandios
. Kleiner Kritikpunkt der Klavierlack-Optik ist, dass die Fingerabdrücke schnell sichtbar werden.
Der Installations-Wahn
Zu allererst sei an dieser Stelle erwähnt, dass ein Internet-Anschluss (möglichst DSL-Flat) inhärent für die Installation und die Konfiguration der Harmony One ist. Die gesamten Einstellungen, welche mit der mitgelieferten Software vorgenommen werden, werden nicht lokal, sondern bei Logitech zentral gespeichert. Und das geht halt nicht ohne Internetzugang. Das ist vielleicht nichts für diejenigen von Euch, welche den Datenschutz übertrieben ernst nehmen oder hier schon an eine Weltverschwörung seitens Logitech glauben. Ich persönlich empfinde es als sehr angenehm die Daten sowohl an meinem Netbook als auch an meinem PC immer aktuell und gesynct zu haben.
Also hab ich als erste Aktion die Logitech-Software installiert und musste doch feststellen, dass das ganze nicht mal eben in einer halben Stunde konfiguriert ist. Bei mir waren zwar alle meine Gerätecodes in der riesigen Datenbank von Logitech enthalten, das endgültige Finetuning nimmt aber soch sehr viel Zeit in anspruch. Ihr solltet also schon ein relativ großes Zeitkontingent (durchaus einige Stunden verteilt sogar auf mehrere Tage) einkalkulieren bis Ihr wirklich alle Geräte, Activities und Makros eingerichtet und perfekt aufeinander abgestimmt habt. Man darf auch nicht vergessen, dass die Harmony One im Endeffekt nichts anderes macht als Einzelbefehlsfolgen per Infrarot an die entsprechenden Geräte zu senden. Da das ein oder andere Gerät z.B. nur auf langem Tastendruck angeht und das andere wiederum keine direkte Auswahl von Funktionen bietet, sondern man durch die Funktionen per „weiter“ auf der Fernbedienung durchsteppen muss, könnt Ihr euch vorstellen, dass die Konfiguration nicht unbedingt immer einfach von der Hand geht. Zudem muss die eine oder andere Spezial-Taste ggf. von der Original-Fernbedienung nachgelernt werden. Das unterstützt die Harmony aber bedingungslos.
Dazu kommt leider, dass die endgültige Übertragung der Konfiguration per USB auf die Harmony One mit der Software ewig dauert. Von einer USB 2.0 Übertragung ist hier nichts zu spüren. Da Ihr während der Konfigurations-Orgie zwischendurch immer mal wieder (bei mir sicherlich so an die 15-20 mal) die Einzelaktionen testen werdet, multipliziert sich hier natürlich die lange Wartezeit.
Nach der Installation
Nachdem ich dann endlich Alles mühsam konfiguriert hatte musst ich aber sagen, dass die Harmony One wirklich einwandfrei arbeitet und alle Befehle und Activities in der gewünschten Reihenfolge und Logik ausführt, wie ich es wollte. Ich bin dann aber auch der Meinung, dass bei einem so universellen eierlegenden Wollmilchsau es durchaus gerechtfertigt ist diese Zeit für die Initial-Konfiguration zu investieren. Schließlich leistet Sie am Ende auch gerade mit der Activity-Funktionalität sehr viel und macht das Leben danach wirklich einfacher und leichter. Bei meiner Activity „DVD“ z.B.
- schaltet der Fernseher auf den Scart-Eingang DVD
- schaltet der Receiver auf den Eingang DVD
- stellt sich meine Dreambox auf Standby
- stellt sich der Ton am Receiver lauter
- schaltet sich der DVD-Player an und direkt auf Play
Ganz selten passiert es mal, dass ein Befehl verschluckt wird. Aber das liegt glaube ich nicht an der Harmony, sondern an der Infrarot-Technik. Auch bei den vom jeweiligen Hersteller mitgelieferten Fernbedienungen gehen manchmal die Befehle verloren. Zudem muss man natürlich darauf achten, dass man z.B. bei der Benutzung der Activities, wo ja mehrere Geräte in Folge angesprochen werden, man auch wirklich so mit der Harmony auf seine Anlage zeigt, dass alle angesprochenen Geräte-Infrarot-Empfänger im richtigen Winkel angestrahlt werden.
Als Dreambox und Gemini-Image Nutzer muss ich fast schon obligatorisch erwähnen, dass mir auch die Farbtasten auf der Fernbedienung fehlen. Hier habe ich mir beholfen indem ich diese einfach auf das Touch-Display gelegt habe. Es ist ein wenig umständlich, da ich hier Initial immer die Hauptsender inkl. angezeigter Sender-Logos im Zugriff habe. Um die Farbtasten zu erreichen muss ich also erst eine Seite im Display weiterblättern. Jetzt nach einem Jahr habe ich mich aber daran gewöhnt. Vielleicht nimmt sich Logitech ja der Kritik an und bringt das Nachfolgemodell wieder mit Farbtasten raus.
Sonstiges
Zu der Akkuladezeit des LiIon-Akkus und der Betriebszeit mit einer Akkuladung kann ich nur sagen, dass ich die Harmony One jeden Abend wieder zurück auf die Ladeschale lege. Bis jetzt zumindest hat sie immer tadellos einen ganzen Tag durchgehalten. An anderen Stellen hab ich gelesen, dass sie ansonsten wohl ca. einmal wöchentlich in die Ladeschale muss.
Fazit
Für mich ist die Harmony One die perfekte Universalfernbedienung. Auf einem Tastendruck kann ich nun eine ganze Eventkette an Befehlen starten und so meine gesamte Anlage auf z.B. TV sehen, Radio hören, oder DVD abspielen stellen. Meine zig anderen Fernbedienungen liegen seit einem Jahr im Schrank und ich habe nur eine auf dem Wohnzimmertisch liegen. Diese sieht zudem noch stylisch aus liegt super in der Hand und hat eine angenehme Haptik.
Das Touch-Display mit den angezeigten Senderlogos ist einfach nur der Hammer und ich muss nie wieder Batterien wechseln oder zum Schrank laufen und eine fehlende, wenig benutzte Fernbedienungen aus dem Schrank holen.
Von mir die volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.
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