Im Januar diesen Jahres habe ich ja meine Eee Netbook  von Asus erhalten. Es ist das Model mit dem etwas größerem 12 Zoll Display und eigentlich  ist es schon fast eine Brücke zwischen Netbook und Subnotebook.

Es handelt sich genaugenommen um das Modell Asus Eee mit Intel Atom 1.6GHz und ION-Chipsatz. Einen detaillierten Erfahrungsbericht habe ich bereits darüber geschrieben.

Jetzt nach knapp 4 Monaten intensiver Nutzung möchte ich euch mal ein paar kleine Tipps mit auf den Weg geben um euer Netbook zu optimieren. Hierbei geht es nicht nur um Performance und Energiesparmethoden, sondern auch um z.B. die Displaygröße.


HD Tauglichkeit

Falls euer Netbook HD-Tauglich ist und ggf. wie meine Modell sogar Full-HD Filme ruckel frei abspielen sollte, dieses aber nicht tut, so kann ich euch nur meinen Artikel über die optimale Software-Lösung zum Thema empfehlen.

In dem Bericht stelle ich euch meine optimale Kombination aus HD-Player und den entsprechend benötigten Audio- und Video-Codecs vor. Dank meiner  Schritt für Schritt Anleitung ist Alles einfach und vor allem in der Richtigen Installations-Reihenfolge erklärt.

Bei mir auf jeden Fall gab es danach keine Ruckler und Aussetzer von Video und Audio mehr. Full-HD Filme laufen wunderbar. Hier geht es zu meinem Artikel.


Akkulaufzeit vs. Features

Das ist wohl das größte Problem eine Alleskönner Netbooks. Die Mehrfunktionen und die Displaygröße gehen natürlich zu Lasten der Akkuleistung, oder besser gesagt der Akkulaufzeit.

Meine Netbook hat z.B. sowohl WLAN, als auch Bluetooth und natürlich die obligatorische Webcam die (fast) niemand braucht. Das ist zwar einerseits gut und auch sicherlich gewünscht, aber andererseits sind gerade WLAN und Bluetooth nicht zu unterschätzende Stomfresser.

Also lautet die Devise hier nur: Ausschalten was nicht gebraucht wird. Ihr seid zu Hause und hängt an eurem privaten WLAN, dann sollte natürlich die WLAN-Funktion aktiv bleiben. Allerdings ist es dann meist unnötig auch noch den Bluetooth-Adapter eingeschaltet zu haben.  Seid Ihr Unterwege und möchtet das Handy mit dem Netbook verbinden, aber Ihr habt gerade kein WLAN in der Nähe, dann wird es umgekehrt sein.  Und wenn Ihr wie ich gerade einen Artikel schreibt, dann macht doch einfach beides aus ;)

Wie bei vielen Netbooks gibt es bei meinem Asus  dafür einen Funktionstaste durch gleichzeitiges drücken der blauen Fn-Taste und  der F2-Taste (unten rechts von der F2-Taste ist ein kleiner Radio-Tower zu sehen) kann ich bei mir zirkulierend zwischen diesen Modi umschalten:

  • WLAN ON und Bluetooth ON
  • WLAN ON und Bluetooth OFF
  • WLAN OFF und Bluetooth ON
  • WLAN OFF und Bluetooth OFF

Es spart auf jeden Fall schon ordentlich Strom, wenn Ihr immer nur das aktiviert habt was Ihr auch gerade benötigt.


Akkulaufzeit vs. Diplayhelligkeit

Was auch noch sehr stark hilft die Akkulaufzeit zu verbessern ist die Display-Helligkeit. Hier ist es leider auch so, dass gerade die 12 Zoll Geräte natürlich viel Strom benötigen, wenn Sie sehr hell eingestellt sind.

Zum Glück kann man in den Energiesparoptionen unter Windows die Werte der Helligkeit  separat einstellen. Einmal für den Akkubetrieb und einmal für den Betrieb an der Steckdose. Ich habe bei mir die Helligkeit für den Akkubetrieb auf knapp unterhalb der Mitte geregelt.

Das reicht (auf jeden Fall für mich) locker aus und spart Strom.


Display voll Ausgereizt

Ein 12 Zoll Display ist natürlich für ein Netbook schon sehr groß, aber eigentlich sitze ich beim Entwickeln und natürlich (;)) beim Zocken an einem 22 Zoll Asus TFT Monitor. Die Displaygröße an heutigen Netbooks ist,  sind wir doch mal ehrlich,  nur ein Kompromiss aus Handlichkeit und Nutzen.

Ich habe mal an einem Netbook mit knapp unter 10 Zoll gesessen und muss sagen, dass da gar nichts geht. Es ist einfach nur eine Zumutung.

Aber gut, ich habe nun mal auch nur 12 Zoll und möchte damit aber möglichst gut surfen und schreiben.  Ich für meinen Teil reize durch spezielle tricks meinen Displaygröße voll aus.

  • Die Taskleiste
    Eigentlich ist diese Funktion durch die großen Displays am PC zumindest bei mir schon in Vergessenheit geraten. Jetzt habe ich sie wieder entdeckt.  Durch die einfache Aktivierung der Funktion “Taskleiste automatisch ausblenden” verschwindet diese sobald die Maus die Taskleiste verlässt nach unten und ist nicht mehr sichtbar. Sie wird erst wieder sichtbar, wenn man mit der Maus an den unteren Rand des Bildschirms geht. So gewinnt Ihr locker 30-60 Pixel dazu.  Je nachdem, ob eure Taskleiste ein- oder zweizeilig ist. Um die Funktion zu aktivieren klickt Ihr einfach mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Taskleiste und wählt im Kontextmenü Einstellungen. In dem sich dann öffnenden Einstellungsfenster “Eigenschaften von Taskleiste und Startmenü” findet Ihr die Option unter der Registerkarte Taskleiste.
  • Der Vollbildmodus in Word
    Viele kennen Diesen Modus wahrscheinlich gar nicht und wieder andere haben auch diesen verdrängt oder vergessen. Ich z.B. schreibe gerade in Word diesen Artikel und habe den Vollbild-Lesemodus aktiviert (man kann dort auch schreiben ;) ). Zu finden ist er unter  dem Menü Ansicht->Vollbild-Lesemodus.
  • Der Vollbildmodus in Browsern (F11)
    Auch hier würde mich einmal interessieren wie weit verbreitet einmal das Wissen darüber und die Nutzung davon ist. Im Mozilla Firefox z.B. aktiviert Ihr den Vollbildmodus entweder im Menü unter Ansicht->Vollbild, oder einfach per Taste F11. Das Browserfenster vergrößert sich dabei auf den gesamten Bildschirm, die Ränder verschwinden und das gesamte obig, meist am platzraubenste,  Menü  verschwindet komplett und wird wie bei der Taskleiste schon beschrieben erst wieder sichtbar, wenn es mit der Maus berührt wird. Der  sogenannte Viewport, also der sichtbare Bereich einer HTML-Seite wird damit maximiert.

Bei einer Kombination der beiden Einstellungen von Taskleiste und Vollbild-Modus habt Ihr quasi die gesamte Größe eures Displays als Arbeitsbereich.


Sicherheit beim Firefox prüfen

Seid Ihr auch manchmal so faul und speichert eure Passwörter von z.B. für Euch unwichtig erscheinenden Logins mit Hilfe der Browserfunktion Passwörter Speichern?  Nach dem Login fragt der Browser dann, ob er das Passwort für diese Seite Speichern soll. Es erscheinen die Möglichkeiten “Speichern“, “Nie für diese Website” und “Diesmal nicht“.

Wenn Ihr hier hin und wieder mal “Speichern” klickt und den Firefox als Browser nutzt, dann schaut mal unter Extras->Einstellungen->Sicherheit und klickt mal auf “Gespeicherte Passwörter”.  In dem sich nun öffnenden Fenster klickt mal auf “Passwörter anzeigen” …  und voila, Ihr seht eure ganzen eingegebenen Passwörter im Klartext. Erschreckend oder. Ihr wurdet nicht mal nach einem Master-Passwort gefragt! Oder? Jeder kann diese einsehen.

Und da das gerade bei einem Mobilen Gerät wie einem Netbook äußerst bedenklich ist, solltet Ihr das Abstellen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. 1. Ihr löscht dort alle Daten und speichert keine Passwörter mehr
    Dazu nehmt Ihr am besten unter dem Reiter Sicherheit das Häkchen bei “Passwor speichern” weg.
  2. 2. Ihr aktiviert die Funktion „Master-Passwort verwenden“
    Setzt hierfür das Häkchen unter dem Reiter Sicherheit bei “Master-Passwort verwenden”.  Jetzt müsst Ihr ein Master-Passwort eingeben und dieses wird auch jedes Mal abgefragt, wenn Ihr eure Passwörter einsehen wollt. Diese Funktion sollte meiner Meinung nach Initial bei der Installation vom Firefox-Browser gesetzt sein.  Leider ist es bei mir so, dass Firefox nach Aktivierung des Master-Passworts auch bei jedem Neustart dieses eingegeben haben möchte. Das ist sicherlich nicht Sinn der Sache.  Ich habe für mich deshalb entschieden die Passwort-Speichern-Funktion zu deaktivieren.


Kein Autologin

Als letzten Tipp möchte ich euch tunlichst davon abraten die Auto-Login-Funktion von Windos, so schön und verlockend sie auch ist, nicht für euer Netbook zu nutzen. Ich denke der Grund dürfte klar sein ;)

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