Asus O!Play-Tool inkl. Samba-Server, Mounts, Webinterface und mehr
Okt 7Dieser Artikel richtet sich an alle Asus O!Play Besitzer oder die, die es mal werden wollen
Nachdem ich ja bereits ausführlich darüber berichtet habe wie Ihr den Asus O!Play als NAS im Netz nutzen könnt werde ich euch hier einmal über meine neuste Fundstelle berichten. An dieser Stelle möchte ich mich einmal bei meinem Leser Rolf bedanken, der mich dank seines Kommentars in meinem Artikel darauf gebracht hat
Start des Samba-Servers per Script nicht optimal
Die Lösung und mein VB-Script zum Starten des von Asus mitgelieferten Samba-Servers war zwar im Grunde so in Ordnung, hatte allerdings einen gravierenden Nachteil.
Der Start des Samba-Servers mittels Telnet war nicht persistent und musste bei jedem Neustart der Asus-Box durchgeführt werden. Daher stammt auch die ursprüngliche Idee meines VB-Scripts.
Zudem ist es nicht jedermanns Sache immer wieder per Telnet auf die Box zuzugreifen um manuell den Server zu starten. Schöner wäre hier
- eine persistente Lösung für den Start des Samba-Servers. Dadurch würde der Samba-Server-Dienst automatisch beim Neustart der Box starten
- eine Möglichkeit diesen und andere Dienste über ein Webinterface zu steuern.
- eine Möglichkeit diesen und andere Dienste über ein Windows-Programm zu steuern.
Die ultimative Lösung – moServices
Es gibt tatsächlich ein Tool, welches das Alles und noch viel mehr ermöglicht. Dieses Tool stammt von einem russischen Entwickler und nennt sich „moServices“.
Das Tool ist hier ganz genau erklärt und lässt sich kinderleicht auf dem Asus O!Play installieren. Die einzige Bedingung für die Installation ist ein Telnet-Zugriff auf die Box.
Um euch via Telnet mit dem O!Play zu verbinden startet einfach die Kommandozeile von Windows, gebt folgendes ein und drückt Enter:
telnet [IP-Adresse der Box]
Wie immer an dieser Stelle der Hinweis, dass es sein könnte, falls Ihr unter Windows 7 arbeitet, dass Ihr nach der Eingabe von telnet die folgende Fehlermeldung erhaltet:
“telnet” ist entweder falsch geschrieben oder konnte nicht gefunden werden
Wenn das der Fall ist, dann lest meinen Artikel bezgl. der Aktivierung von Telnet unter Windows 7. Dort ist alles beschrieben.
Ihr dürftet also jetzt mit der Box verbunden sein und folgendes sehen
Venus login:
Jetzt gebt Ihr einfach den Benutzer “root” ein. Da Asus dem O!Play kein Passwort spendiert habt, seid Ihr nun direkt verbunden. Gebt nun die folgenden Zeilen in der angegebenen Reigenfolge in die Konsole des Telnet-Clients ein
cd /tmp wget http://www.moservices.org/mos2/install chmod +x install ./install
Ihr solltet nun nach Aufforderung die Minimalkonfiguration wählen. Etwaige Module und Dienste könnt Ihr später getrost per Webinterface oder externem Windows-Tool nachinstallieren und starten.
Nach erfolgreicher Installation müsst Ihr noch einmal die Box neustarten. Jetzt könnt Ihr in eurem Browser einfach die IP-Adresse der Box eingeben und siehe da. Ihr werdet von einem Webiterface begrüßt.
Eine genaue Anleitung inkl. einer Offline-Anleitung für den Fall, dass eure Box nicht am Internet hängt könnt Ihr hier nachlesen.
Dienste und Tools von moServices
Hier ist einmal ein kleiner Ausschnitt der von moServices bereitgestellten und installierbaren Dienste und Tools.
SAMBA daemon v3.0.23c
Ich habe als erstes erst einmal unter Hauptmenü -> Module den “SAMBA daemon v3.0.23c” installiert und gestartet. Danach habe ich direkt die Box einmal vom Strom getrennt und neu gestartet und der Samba-Server war tatsächlich aktiv und ich konnte direkt auf die angeschlossene Festplatte zugreifen.
Damit entfällt endlich das ewige ausführen meines VB-Scripts um den Samba-Server nach einem Reboot wieder zu aktivieren.
Laut der Standard-Konfiguration des Installierten Samba Servers (anzusehen und zu editieren unter Konfigurationen -> Samba) ist “AsusOPlay” als netbios name konfiguriert. Das bedeutet, dass Ihr nur
\\ AsusOPlay
Im Explorer eingeben müsst und schon könnt Ihr einfach per Samba auf eure angeschlossene oder den gemounteten Festplatten zugreifen. Zusätzliche lässt sich übrigens unter Konfigurationen -> Samba auch noch die workgroup konfigurieren.
vsFTPd FTP daemon v 2.2.2
Samba ist mitnichten ein Transferwunder. Hierfür eignet sich der FTP-Server sicherlich besser, da der Datendurchsatz wesentlich höher ist.
TVStation list und RxStation list
Dank dieser Tools lassen sich die internen Radio und TV-Sender editieren. Nach der Installation erscheint im Webinterface der neuer Menüpunkt Ressourcen.
MediaTomb server
Hierdurch wird der open source (GPL) UPnP MediaServer installiert. Dieser erlaubt euch dann eure digitalen Medien über das Netzwerk zu streamen und auf entsprechenden UPnP-Kompatiblen Geräten abzuspielen. Genaueres könnt Ihr auf der Anbieterseite unter http://mediatomb.cc/ nachlesen.
Spindown service
Dank des Spindown service könnt Ihr eure angeschlossenen Festplatten in den Ruheschlaf (Standby) schicken sobald sie mal nicht benötigt werden.
Mounts
Mit Hilfe von Mounts könnt Ihr beliebige Ressourcen im internen Netz oder im Internet mounten. Hier mal ein kleines Beispiel:
Network Service NFS:
Mount point /tmp/ramfs/volumes/mypublic
The device (address) 192.168.0.101:/public
File system nfs
Options nolock
rdate – Remote date and time sync
Ein Tool um Datum und Zeit zu synchronisieren. Ich habe nach der Installation unter Konfigurationen -> TimeZone direkt die Zeitzone von “MSK-3MSD,M3.5.0,M10.5.0/3” für Europe/Moscow auf den Wert “CET-1CEST,M3.5.0,M10.5.0/3” für Europe/Berlin geändert.
Ohne diese Änderung ging meine O!Play-Zeit halt 2 Stunden vor (Moskau-Zeit halt
).
Rc – Remote Control
Die Funktion ist für manch einen vielleicht auch nicht schlecht. Der OPlay lässt sich hierdurch unter dem Punkt Navigation -> Remote Control bequem vom PC aus steuern.
Fazit
Die Erweiterungs-Toolbox moServices ist für jeden O!Play Besitzer Pflicht und ein absolutes Muss. Ich kann endlich die Box starten und Samba ist auch aktiv, ich kann per Remote die Box bedienen und und und.
Die Erweiterung bleibt sogar nach einem Firmware-Update installiert und aktiv. Für den Fall der Fälle, dass es aber doch einmal neu installiert werden muss lassen sich die Einstellungen der Installierten Module über Hauptmenü -> Einstellungen -> Speichern und Hauptmenü -> Einstellungen -> Laden ganz bequem sichern und wieder einspielen lassen.
Wie Ihr die Einstellungen, Dienste und diverse andre Dinge der moServices über ein Windows-Programm steuert und wo Ihr die entsprechenden Tools des Entwicklers wie z.B. den moServices-Manager herunterladen könnt erfahrt Ihr hier unter Punkt 3. Eine Anleitung gibt es natürlich auch.
Update (24.10.2010):
Die Neue Firmware-Version 1.33 ist verfügbar und ich habe Sie direkt Installiert. Die moServices bleiben nach dem Einspielen einer neuen Firmware installiert und aktiv. Den Bericht habe ich dahingehend abgeändert (siehe Fazit). Einen separaten Bericht über die Version 1.33 werde ich noch schreiben.
Ähnliche Artikel:








Kommentare