Vielleicht ist es dem ein oder anderen von Euch schon aufgefallen, aber ich bin extremer Call of Duty Fan und hatte natürlich auch schon direkt am Veröffentlichungs-Tag von Call of Duty Black Ops, dem 09. November 2010, das Spiel in Händen und installiert.
Aber das nur am Rande, Eigentlich wolle ich euch ja von meiner neuen Grafikkarte berichten, die ich, und so schließt sich der Kreis, genau zum richtigen Zeitpunkt bekommen habe um damit mein langersehntes Black Ops zu spielen.
Der Weg dorthin
Im Grund genommen wollte ich mir gar keine neue Grafikkarte kaufen. Schuld war im Endeffekt mein Monitor.
Aber ich will mal vorne anfangen.
Mit meiner Ausstattung war ich eigentlich immer zufrieden. Ich hatte eine Zotac GTX 260² mit 896 MB von NVIDIA angeschlossen per DVI an meinem Asus VW222U 22 Zoll TFT-Monitor.
Alles lief auch einwandfrei. Das einige was mich immer ein wenig nervte war, dass meine GTX 260 doch recht laut wurde im Spiel und auch im Ruhezustand war sie nicht gerade ein Flüsterer.
Eines Tages nun im Oktober habe ich meinen PC angemacht und ein wenig Starcraft 2 gespielt. Nach ca. 2-3 Stunden abendlichem zocken geschah es plötzlich. Aus dem Nichts war mein Monitorbild übersät mit tausenden roter kleiner Punkte (Pixel). Es können auch durchaus mehreren Millionen gewesen sein, aber zum Zählen war ich zu geschockt
.
Ein Wackelkontakt ? …
Mein erster Gedanke war „rüttel doch mal am DVI-Kabel, und zwar Monitor- und PC-seitig.“. Gesagt getan und Schwupps … der Fehler war vom Monitor verschwunden, aber natürlich manifestierte sich das Bild einer Wiederholungstat in meinem Kopf.
Also habe ich beide Rändelschrauben beider Anschlussstellen noch einmal gründliche nachgezogen um einen Wackelkontakt auszuschließen. Zusätzlich habe ich den PC aufgemacht und den ordnungsgemäßen Sitz meiner GraKa überprüft.
… oder doch die Grafikkarte?
Ca. eine halbe Stunde konnte ich dann noch spielen bis der Fehler wieder auftrat. Ich vermutete also in zweiter Instanz erst einmal die Grafikkarte und spontan wie ich bin habe ich mich direkt im Internet schlau gemacht was so State of the Art in dem etwas gehobenen Mainstream-Bereich ist.
Ich habe immer eine GraKa in dem Bereich 200-250 Euro (ich glaube damals waren es 200-250 DM
) gekauft und war auch nie bereit mehr zu investieren. Schlussendlich kam ich durch Testberichte und Meinungen im WWW auf die MSI N460GTX Cyclone mit 1 GB Speicher.
Sie sollte schnell und leise sein. Genau mein Ding. Der Kostenpunkt lag im Oktober bei ca. 210 Euro. Punktlandung also. Ich habe als alter Asus-Fetischist natürlich auch mal wieder nach einer Asus-Grafikkarte gesucht, aber ich muss nach zwei eigenen Fehltritten und etlichen negativen Rezensionen im Netz zugeben, dass Asus nun mal keine Grafikkarten bauen kann.
Sie sind durchwegs einfach zu laut, zu langsam und werden schnell heiß. Asus sollte bei Mainboards bleiben (und natürlich bei Streaming-Playern a la O!Play )
MSI – der Eindruck
Ich habe also die MSI bestellt und nach 2 Tagen eingebaut – danke Amazon
. Ich war extrem glücklich, denn nachdem ich die Grafikkarte eingebaut hatte war mein PC nur noch 1/3 so laut wie vorher. Man hört die MSI im Windows-Modus fast gar nicht.
Auch im Spiel ist sie zwar nicht unüberhörbar, aber eine Riesenverbesserung gegenüber meiner Zotac. Das liegt bestimmt auch daran, dass sie nicht so ein kompaktes wärmestauendes Design hat. Der Lüfter liegt offen, ist sehr groß und dadurch kann sich die Wärme bestimmt besser verteilen.
Zudem gibt es kein ruckeln, keine Störungen und ich kann mein Black Ops flüssig in hoher Auflösung spielen. Bei Starcraft und den alten CoD-Varianten konnte ich auch einen deutlichen Performance-Schub feststellen.
So Leute, also kaufen, kaufen, kaufen. Die GraKa ist echt erschwinglich und Top.
Kommen wir also zurück zu meinem eigentlichen Problem den roten Punkten am Monitor.
… immer noch rote Punkte
Diese waren mit Nichten verschwunden. Kaum habe ich mal wieder einen Zockabend eingeleitet gab der Monitor auch schon wieder auf. Rote Punkte … alles voll. Jetzt hatte ich also für 210 Euro ne neue GraKa, aber die alte war gar nicht defekt. Wie sollte ich das meiner Frau beibringen, denn die neue MSI wollte ich natürlich nicht abgeben. Aber dazu später …
… war es das DVI-Kabel?
Ich habe dann noch einmal explizit im Internet nach meinem rote-Punkte-Problem gesucht und den Tipp erhalten doch mal das DVI-Kabel zu tauschen. Gesagt, getan, aber das war es auch nicht. Also konnte es quasi nur der Monitor sein.
.. oder schlussendlich doch der Monitor?
Ich habe also als letzten Test (ich weiß … es hätte der erste sein sollen) meinen Monitor an den PC meiner Tochter und umgekehrt angeschlossen. Danach war die Sache klar. Rote Punkte gab es auch mit meinem Monitor an dem anderen PC.
Nach langer Suche habe ich dann die Rechnung des Monitor gefunden, nur um festzustellen, dass dieser 2 Jahre und 1 Monat alt war. Na toll … außerhalb der Garantiezeit … natürlich.
Asus sei Dank habe ich dann aber auf deren Support-Seite gelesen, dass es auf Monitore eine 3 Jahre-Herstellergarantie gibt, so dass ich den Monitor einschicken konnte und ein Austauschgerät erhalten habe.
Mit diesem Monitor ist dann jetzt auch Alles wieder in Ordnung und meine roten Punkte gehören der Vergangenheit an.
Zum guten Schluss/Fazit
Meine alte Grafikkarte konnte im Übrigen noch für 95,55 Euro bei eBay verkaufen. Somit hat mich meine neue quasi nur knappe 120 Euro gekostet. Das fand ich echt fair und ich überleg jetzt schon mir alle 2 Jahre eine neue zu gönnen
In diesem Sinne … zu guter Letzt ist ja doch noch Alles zu meiner Zufriedenheit gelaufen. Als Privatmann hat man ja halt nicht die Gelegenheit alle Hardwarekomponenten sukzessive auszutauschen bis der Fehler behoben ist.
Ich bin deshalb auch sehr glücklich, dass es dann doch der Monitor am Ende Schuld war, dass es die Herstellergarantie von Asus gibt und, dass nicht noch das Mainboard oder das Netzteil oder sonst was einen Defekt hatten.
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