So, nachdem ich heute mal wieder unter Windows 7 ein wenig ins System musste stolperte ich naturgemäß auch wie immer über die Windows Eingabeaufforderung.

Diese Windows-Konsole wird auch gerne Command Prompt oder Command line genannt, und wenn man dem Microsoft internen Jargon benutzen möchte sagt man am besten Windows-Befehlsprozessor oder halt im englischen Windows command processor.

Aber genug den Nomenklatur, kommen wir zum Thema.

Der Standardweg, um die  Eingabeaufforderung zu öffnen führt in der Regel über die Windows Starttaste. Danach gibt man in das Eingabefeld (der Kommandozeile) einfach das Wort „Eingabeaufforderung“ ein. Oben in der Liste sollte nun die Verknüpfung zum Windows-Befehlsprozessor erscheinen.

 

Eingabeaufforderung schnell öffnen

Für alle unter euch, dienoch nicht wisse, wie man die Eingabeaufforderung unter Windows am schnellsten öffnet, hier ein kleiner Tipp.

Drückt einfach die Tastenkombination [Windows+R] zum Aufrufen der Komandozeile. Jetzt sollte ein Fenster Namens „Ausführen“ erscheinen. Dort gebt Ihr einfach den Begriff „cmd“ ein.

Nach dem Klick auf „OK“ öffnet sich sofort die Kommandozeile.

 

Größe und Puffer der Eingabeaufforderungänder

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Problem. Mich nervt immer, dass die Eingabeaufforderung Standradmäßig stark limitiert ist. Einerseits, was die Größenänderung des Fensters betrifft und andererseits, was die Puffergröße angeht.

Weder lässt sich das Fenster in der Breit vergrößern, noch hat man die Möglichkeit bei einer großen Liste nach dem „Dir“-Befehl, oder einer entsprechende vielzeiligen Logausgabe weit genug nach oben zu scrollen.

Es scheint, als vergesse das Fenster den Inhalt. Und genau so ist es auch. Die Eingabeaufforderung hat einen Puffer für die Fenstergröße. Bei einer frischen Windows-Installation betrifft diese normalerweise 80 Zeichen in der Breite und 300 Zeilen in der Höhe.

Alles was an Ausgaben vor dieser Menge an Zeichen existiert wird quasi verworfen und landet im Datennirwana. Scrollen kann man also immer nur 300 Zeilen nach oben.

Diese Werte lassen sich aber zum Glück konfigurieren.

Dazu klickt Ihr einfach mit der rechten Maustaste auf den oberen Rand des Fensters, und wählt „Standardwerte“ aus.

Ihr könnt auch „Eigenschaften“ wählen, aber dann ändert Ihr nur die Eigenschaften der aktuellen Instanz. Nutzt Ihr  „Standardwerte„, so sind die Änderungen persistent für jeden Aufruf der Eingabeaufforderung.

Was auch immer Ihr wählt, es öffnet sich danach ein Fenster mit dem Namen „Eigenschaften von Konsolenfenster“ (wieder ein neuer Namw ;)). Dort wählt Ihr dann den Registerreiter „Layout“.

Jetzt ändert Ihr einfach in dem Bereich „Fensterpuffergröße“ die breite und die Höhe des verwendeten Puffers.

Mit dem Wert für Breite ändert Ihr quasi die Anzahl der darzustellenden Zeichen in einer einzelnden Zeile der Kommandokonsole (Juhu, noch ein Name) und mit der Höhe ändert Ihr die Anzahl der darzustellenden Zeilen.

Ich habe die Werte mal beispielweise auf 200 (Breite) und 3000 (Höhe) gesetzt. Ihr könnt diese Werte aber auch noch höher einstellen.

Nach dem Ihr die Werte geändert habt müsst Ihr die Eingabeaufforderung noch mal neu aufrufen und siehe da, die Werte sind übernommen und Ihr könnt das Fenster entsprechend vergrößern.

 

Besonderheiten

Was komisch ist, dass die Einstellungen für den Aufruf von „Eingabeaufforderung“ und „cmd“ unterschiedlich gespeichert werden.

Je nachdem, welches Kommando Ihr also Benutzt: für die andere Variante müsst Ihr die Einstellungen wiederholen, falls Ihr die auch mal nutzt.

Aber das liegt bestimmt daran, dass Eingabeaufforderung eine Verknüpfung zu cmd ist ist.

Die Werte könnt Ihr im Übrigen durch den Aufruf von

mode con

in der Kommandozeile überprüfen. „mode con“ ist der Befehl für den Codepagestatus.

Für die aktuelle jeweilige Instanz könnt Ihr die Werte natürlich auch mit Hilfe dieses Kommandos ändern. Also z.B.:

mode con cols=80 lines=50