Drucker kennt heute bereits fast jedes Kind. Kein Wunder schließlich sind die Geräte inzwischen in vielen Haushalten zu finden. Klassische Drucker – also der Tinten- oder Laserdrucker – sind laut Angaben des Statistischen Bundesamts in etwa drei von vier Haushalten zu finden. Der Siegeszug der Drucker begann mit der zunehmenden Verbreitung von PC und Laptop. Mittlerweile verfügen die Drucker oft schon über eine WLAN-Funktion und lassen den Druck von Dokumenten bis zu Fotos zu.

Drucker sind aber nicht nur die beiden bekannten Geräteklassen. Geht man mit offenen Augen durch den Alltag, fallen verschiedene Druckertypen auf.

  • Plotter
  • LED-Drucker
  • 3D-Drucker
  • Fotodrucker

sind nur einige Beispiele für die verschiedenen Druckertypen, die heute in der Praxis zum Einsatz kommen. Mit allen der genannten Geräte kommen Verbraucher im Alltag eher selten in Berührung. Einige Drucker – wie der Etikettendrucker – laufen uns aber fast täglich über den Weg. Worin unterscheiden sich die Spezialdrucker vom Tinten- oder Laserdrucker?

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Etiketten verfügen heute über Barcodes – mit einem guten Etikettendrucker lassen sich hochwertige Etiketten für das eigene Unternehmen drucken! Bildquelle: @ OpenClipartVectors (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Etikettendrucker: Funktion und Papier

Etiketten begegnen uns in jedem Einzelhandelsgeschäft. Benutzt zur Auszeichnung von Waren, kommen Etiketten aber auch in der Logistik und Lagerwirtschaft zum Einsatz. Etikettendrucker stehen aber auch an den Kassen. Beobachtern fällt eines sicher auf: Das Papier, auf welches die verschiedenen Etiketten gedruckt sind, unterscheidet sich erheblich voneinander.

Das Ganze hat natürlich einen Grund. Etikettendrucker ist nicht gleich Etikettendrucker. Heute haben sich im Wesentlichen zwei Varianten durchgesetzt – der Thermodruck und der Thermotransferdruck. Wo liegen die Unterschiede zwischen beiden? Beim Thermodruck entsteht das Druckbild nicht durch das Aufbringen von Farbe. Letztere befindet sich bereits auf dem Papier und wird durch Wärme sichtbar. Jedoch gibt es diesbezüglich auch noch zahlreiche Unterschiede bei den einzelnen Modellen, wie auf Ident24.de erklärt wird.

Im Thermotransferdruck kommt ein Farbband zur Anwendung. Letzteres wird mit dem Papier am Druckkopf vorbeigeführt. Über Hitzeeinwirkung wird die Farbe faktisch auf das Papier aufgeschmolzen. Das Ergebnis sind – im Vergleich zum Thermodruck – haltbare Etiketten. Entsprechend der beiden genannten Druckverfahren unterscheiden sich die Papiersorten für den Etikettendruck.

Kartendrucker: Die verschiedenen Druckverfahren im Überblick

Ein zweiter Spezialdrucker, der im Alltag selbst zwar wenig auffällt, dessen Druckerzeugnisse wir aber täglich bei uns tragen, ist der Kartendrucker. Hierbei ist nicht die Rede von Gruß- oder Geburtstagskarten – sondern Chip- oder Kundenkarten. Letztere haben heute allgemein Scheckkartenformat und können über verschiedene Verfahren bedruckt werden.

Hier wird ebenfalls mit Thermoverfahren gearbeitet. Allerdings haben sich im Segment der Kartendrucker ganz unterschiedliche Verfahren etabliert. Die einfachste technische Lösung, wie Karten im Checkkartenformat bedruckt werden, ist der Thermotransfer. Hierbei werden Karte und Farbband gleichzeitig am Druckkopf vorbeigeführt.

Die zweite Variante für einen farbigen Druck ist das Thermosublimation. Hier arbeitet der Drucker mit Farbbändern, die über Farbzonen verfügen. Die Karte wird mehrfach – mit der entsprechenden Farbzone – am Druckkopf vorbeigeführt und die Farbe in der entsprechenden Abstufung auf die Karte aufgedampft.

Neben diesen beiden Verfahren kann eine Kunden- oder Chipkarte auch über:

  • Retransfer-Verfahren
  • Thermo-Rewrite-Druckverfahren
  • Offset-Druckverfahren

bedruckt werden. Das Thermo-Rewrite-Verfahren stellt an dieser Stelle eine Besonderheit dar, da die Karte in diesem Fall eine hitzeempfindliche Schicht besitzt. Letztere erlaubt eine Löschung der Personalisierung und das Wiederbeschreiben.

3D-Drucker – Druckerzeugnisse zum Anfassen

Über Jahre war für Heimanwender nur ein Druck in 2D möglich. Seit wenigen Jahren tauchen immer mehr sogenannte 3D-Drucker auf. Hiermit lassen sich dreidimensionale Objekte erstellen. Die Drucker basieren unter anderem auf dem:

  • Selective Laser Sintering
  • Selective Laser Melting
  • Fused Deposition Modeling.

Letzteres ist gerade für kostengünstige 3D-Drucker verbreitet. Dabei wird ein thermoplastischer Kunststoff durch eine Düse gepresst und verfestigt sich anschließend. Die beiden erstgenannten Verfahren arbeiten mit einem Pulver, das Schicht für Schicht verfestigt wird.

Bisher sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Druckern noch deutlich. Aufgrund der noch recht jungen Entwicklungsgeschichte dieser Geräteklasse stehen auch die Wissenschaften bei der Einschätzung von Gesundheitsgefahren am Anfang. Wie das Fachjournal ZDNet.de berichtet, laufen aber entsprechende Untersuchungen bereits.

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3D-Drucker werden nicht ganz zu Unrecht als die neuen Wunderwaffen der Produktion bezeichnet. Man darf gespannt sein, was damit künftig alles möglich sein wird. Bildquelle: @ Kaboompics (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Abbildung 2: 3D-Drucker werden nicht ganz zu Unrecht als die neuen Wunderwaffen der Produktion bezeichnet. Man darf gespannt sein, was damit künftig alles möglich sein wird.

Fazit: Spezialdrucker erleichtern unseren Alltag

Obwohl man sie selbst nicht unbedingt wahrnimmt – es gibt abseits von Tinten- oder Laserdrucker noch viele andere Drucker. Diese Tatsache spürt man ehesten vielleicht noch beim Einkaufen – wenn man den Kassenzettel in den Händen hält oder einen Blick auf die Regaletiketten wirft. Aber auch unsere Chipkarten, Bankkarten oder Kundenkarten müssen irgendwie bedruckt werden. Genau hier kommen die unterschiedlichen Spezialdrucker ins Spiel. Inzwischen ist die Entwicklung soweit fortgeschritten, dass sich Karten sogar wieder „löschen“ lassen. Und seit einigen Jahren können wir nicht nur auf Papier in 2D drucken. Immer mehr Enthusiasten gönnen sich einen 3D-Drucker, mit dem sich Spielzeug und viele andere Dinge mehr drucken lässt.